getriebe

Projektlogbuch

 

Projektbeschreibung:

Wertanalytische Überarbeitung Handhabungsgerät, das Produkt wurde “zugekauft” und bisher nicht optimiert. Dadurch wurde der Wettbewerbsdruck immer größer und das Unternehmen hat sich zu einer Überarbeitung mit dem Hauptziel Kostenreduzierung um 30% entschieden. Weitere Ziele war die Ausrichtung an den Anforderungen des Markts. Mit dem Projekt sollen die Grundlagen für eine signifikante Steigerung des Marktanteils gelegt werden (Verdopplung der Stückzahl von 50 auf 100 Stück). Im Vorbereitungsgespräch wurden die Teammitglieder definiert, das Projekt Kickoff wurde für KW4 festgelegt. Die Aufgaben zur Vorbereitung des Kickoffs wurden definiert.

KW 04:

Kickoff: Übergabe der Aufgabe durch den Aufgabensteller an das Team, Abstimmung Teambesetzung, Festlegung interner Projektleiter, Darstellung der Ziele, Budgetfestlegung für das Projekt (Entwicklungsaufwand). Im Team wurde das Pflichtenheft durchgesprochen, ein erster Entwurf des Wettbewerbsvergleichs wurde vom Produktmanagement vorgestellt. Eine Liste mit den Kundenforderungen wurde erstellt, die Kalkulation vorgestellt. Anhand der derzeitigen Schwachstellen wurden erste Ideen generiert.

KW 05:

Grundsätzliche Überlegungen zu Baugrößen und Anwendungsfällen, Konzept für den Baukasten. Grundlegende Überlegung zu Elektrikkonzept, Pneumatik-/Steuerungskonzept und Bedienkonzept wurden im Team abgestimmt. Ermittlung der Funktionenkosten und Definition der Funktionensollkosten, erste Ideenfindung an der priorisierten Funktion.

KW 07:

erste Berechnungen zur Belastung wurden durchgeführt, Vorstellung von 12 Varianten des Grundkörpers, Bewertung/Priorisierung und Kostenschätzung des Favoriten… Konzeptüberlegungen für das Elektrikkonzept und Abschätzung der Potenziale

KW 09:

Detaillierung des Grundkörpers hat Erkenntnisse gebracht, es wurde ein Pappemodell gebastelt, weiteres Vorgehen im Team diskutiert, das Konzept insgesamt wurde bestätigt, die erste Kostenschätzung für den Grundkörper liegt im Zielkorridor. Da der Termin für den Prototypen durch eine Messe festgelegt ist, wurde für den weiteren Projektverlauf ein Zeitplan erstellt. Entscheidung, den derzeitigen Produktführer (Wettbewerber) zu beschaffen. Für das neue Konzept soll durch die AV eine Kalkulation angelegt werden, diese wird sukzessive gefüllt.

KW 10:

Erkenntnisse aus einem Besuch eines Feldeinsatzes werden vorgestellt. Diese werden in unserem neuen Konzept umgesetzt. Der Montagearbeitsplan wird detailliert untersucht, Potenziale identifiziert. Der derzeitige Stand der Konstruktion wird vorgestellt, das Team erarbeitet Lösungen zu offenen Punkten und Verbesserungen. Jeder arbeitet mit am neuen Konzept.

KW 11/12:

Die Corona-Pandemie hat natürlich Auswirkungen auf unser Projekt, wir stellen komplett um auf Videokonferenzen, wir haben Glück, dass wir im Projekt bei den Detaillierungen angekommen sind, die Konstrukteure arbeiten im Home Office. Teambesprechungen fallen zwar weg, es ist aber interessant, dass durch den Einsatz von Videokonferenzen die Kommunikation insgesamt nicht leidet, an einigen Stellen sogar intensiver wird. Abschluss der Konstruktion an den Langläuferteilen, Übergabe an den Einkauf. Mit den Montagemitarbeitern wurde für das neue Konzept ein neuer Arbeitsplan erstellt. Wir sind gespannt, ob die Teilebeschaffung klappt.

KW 14:

Wir haben es geschafft, die Teile für den Prototyp komplett zu beschaffen, danke an die Zulieferer. Der Konstrukteur baute den Prototyp zusammen, wir waren per Video dazugeschaltet. Der Prototyp sieht gut aus, wurde in Betrieb genommen, funktioniert wie er soll… während der Montage wird eine to do Liste erstellt…

KW 17:

Der Prototyp wurde getestet, kleinere Nacharbeiten und Justage sowie Einstellarbeiten an der Pneumatik waren notwendig. Der jetzige Stand übertrifft die Anforderungen, das Kostenziel wurde geringfügig unterschritten. Den erreichten Stand haben wir in einer Präsentation zusammengetragen. Üblicherweise präsentiert das Team das Ergebnis, aufgrund der derzeitigen Situation hat der Projektleiter dem Aufgabensteller das Projekt in einer Videokonferenz präsentiert. Der Aufgabensteller wird sich bei jedem Teammitglied für die geleistete Arbeit bedanken.

Neustart, jetzt!

Nach dem Lock Down startet an vielen Stellen der Hochlauf, nicht nur in Produktion, auch in der Entwicklung, Auftragsbearbeitung, Beschaffung…. Gerade jetzt geht es darum, keine Verschwendung zuzulassen. Wesentliche Elemente zur Vermeidung von Verschwendung sind

-präzise Zieldefinition, Quantifizierung der Ziele, Zeit/Stückzahl, Eigenschaften/Qualität, Kosten,

-bestmögliche Kommunikation über Abteilungen und nach Außen,

-konsequentes Risikomanagement,

-Straffes Projektmanagement,

-Effizienter Ressourceneinsatz,

-Aufbau und Einsatz von Monitoringsystemen.

PPM-Unternehmensberatung setzt bewährte Methoden ein in den Leistungsfeldern

-Produktoptimierung (Value Management, Modularisierung),

-Prozessoptimierung (Lean Management, Wertstromdesign),

-Coaching.

Wir unterstützen unsere Klienten bei der Projektbeschreibung und Zieldefinition, durch straffes Projektmanagement, Aufdecken und Quantifizierung von Potenzialen im Umfeld des Projekts und nicht zuletzt durch kreative Honorarmodelle.

Kontaktieren Sie uns, testen Sie uns….

 

5.8.:

Akquisition, aufwändig und quälend,

Briefe schreiben, Mails schreiben, hinterhertelefonieren… oft kommen wir nicht mal an der Assistenz vorbei, die Ansprechpartner sind ganz schwer zu erreichen. Dann immer wieder die Aussage „Potenziale in Produkten und Prozessen sind vorhanden… klar! Aber derzeit haben wir kein Geld, dieses Potenzial zu heben“. Vielleicht wäre jetzt trotz allem genau der richtige Zeitpunkt, Produkte oder Prozesse „aufzupolieren“ um für die nahe Zukunft gerüstet zu sein, einen Schritt voraus zu sein. Wenns nur am Geld liegt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir eine Lösung finden…

26.8.

Die Katze beißt sich in den Schwanz

Corona drückt die Effizienz in den Prozessen, d.h. durch die Hygienevorschriften werden die aktuellen Prozesse ausgebremst, nehmen wir mal an auf ein Niveau von ca. 80% im Vergleich zu vor Corona. Meetings über Video, Kurzarbeit, Homeoffice….Das bedeutet, dass die komplette Kapazität, die jetzt noch zur Verfügung steht, in eigenen Projekten (u.a. Umstellung von IT-Systemen, Restrukturierungen, natürlich Tagesgeschäft) benötigt wird. Mit Lean Management und einem erfahrenen Berater lässt sich nachweislich die Effizienz von Prozessen in den administrativen Bereichen (Entwicklung, Auftragsdurchlauf…) um bis zu 30% steigern, wir haben die Erfahrung und können zeigen wie’s geht. Aber bei der derzeitigen Effizienz bleibt anscheinend keine Kapazität für die Optimierung der Prozesse und damit hat die Katze den Schwanz fest im Maul… wäre ne schnurrende Katze nicht viel schöner?