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QFD

Quality Function Deployment (QFD) ist eine umfassende Methodik zur Qualitätsplanung.
Sie koordiniert und steuert unter Einbeziehung aller Beteiligten (Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Fertigung, Service) den Produktentstehungsprozess kundenorientiert durch die systematische Anwendung aufeinander abgestimmter Hilfsmittel im Hinblick auf Termin-, Kosten- und Qualitätsziele. Kern des Verfahrens ist die Verwendung von Matrizen, die die Wechselbeziehungen zwischen Anforderungen und Umsetzung aufzeigen. Die Daten aus QFD sind auch die Grundlage für die Anwendung der Portfoliotechnik.

Geschichte
  • 1969: Konzeptüberlegungen bei Mathsushita
  • 1972: Anwendung bei Mitsubishi Heavy Industries in Kobe, Japan
  • 1974: erstmaliger Einsatz der Methode bei Toyota
  • 1978: erstes Buch in Japan über QFD von Yoji Akao
  • 1980: seit 1980 starke Verbreitung der Methode in Japan durch die Firma Kayaba (Schwimmhallen, Kaufhäuser, Einkaufszentren, …)
  • 1984: Anwendung von QFD in den USA durch die Firma Ford
  • 1985: ab 1985 Verbreitung der Methode in den USA
  • 1987: erste Anwendung der Methode in Europa
Die Säulen der Methode

Teamarbeit

  • Abteilungsübergreifende Teams unter Einbeziehung von Kundenrepräsentanten
  • Alle Personengruppen, die Know-how bezüglich Kundenanforderungen und/oder Lösungen besitzen, arbeiten in einem Team zusammen.
  • Moderierte Gruppensitzungen (Metaplan-Technik)
  • Kunden und Entwickler sind Partner, der Prozess muss beiden Seiten nützen.

Trennung von Anforderungen und Lösungen

  • Anforderungen sind stabiler als Lösungen
  • Getrennte Analyse erhöht die Flexibilität auf beiden Seiten

Systematisches Vorgehen bei der Produktentwicklung

  • Prozess ist für beide Seiten (Markt /Technik) transparent.
  • Entscheidungen erfolgen methodisch und werden dokumentiert.
Ziele der Methode
  • Systematische Erfassung der Kundenforderungen und ihre Umsetzung in Produktmerkmale
  • Eine Produktqualität, die den Marktforderungen entspricht
  • Vermeiden von Überspezifikation und Fehlentwicklungen, die am Markt vorbei gehen
  • Reduzieren des Entwicklungsaufwands
  • Verkürzen der Entwicklungszeiten durch weniger Rekursionen
  • Reduzieren von Produktschwachstellen und -mängeln
  • Einhalten der Kostenziele für das Produkt
  • Einbeziehen aller beteiligten Unternehmensbereiche
  • Transparente Darstellung der Produktanforderungen für alle Beteiligten
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen den Bereichen